Dort. Geografie der Unruhe

Dort. Geografie der Unruhe – Petra Nagenkögel

Klappentext:

Du kommst an und bist glücklich verwirrt« Die hier spricht, landet in Buenos Aires, Argentinien, in der Unruhe einer Gegenwart, die vom Erbe europäischer Einwanderung geprägt ist, in einem Land, das in eine unsichere Zukunft taumelt. Die Fremde, die sie empfängt und die es möglich macht, sich neu zu bestimmen, ist der Ausgangspunkt dieses Buchs. Der Ausgangspunkt eines Streunens, das sich lustvoll und absichtslos dem Zufall überlässt, der Fülle und dem Fragmentarischen, dem Detail, dem Moment. Es führt sie an die Ränder, ins Unbeschriebene, Unbezeichnete und nicht zuletzt an kontaminierte Orte verdrängter Geschichte.


Für Augenblicke liegt in allem, was die Erzählerin sieht, im Überfluss des Erfahrbaren die Ahnung von etwas anderem, etwas jenseits der Möglichkeiten, das Greifbare zu begreifen. In immer neuen Anläufen, unsicheres Gelände zu vermessen, das Flüchtige, das Disparate der Wirklichkeit mittels Sprache zu erfassen, entsteht Literatur, die sich dem Offenen verschreibt und an die eigenen Grenzen geht.

Erschienen im Verlag Jung und Jung, Salzburg, Wien 2019

"Auf jeden Fall ist es ein ungewöhnliches, ein poetisches und zugleich analytisches Buch [...]. Es ist "Geografie" in einem kritischen Sinn, indem es Erdgeschichte, Naturgeschichte und Historie als eine Geschichte der Kränkungen vorführt. [...] Geschrieben aus einer Position des Widerstands ... "

(Hannes Höller zu "Dort.Geografie der Unruhe", In: Der Standard / Album, 28.12.2019)

 

Petra Nagenkögel […] sieht deswegen so viel, weil sie auch viel weiß von der politischen und wirtschaftlichen Gegenwart Argentiniens, von der Immigration während des Zweiten Weltkriegs und der Emigration von heute oder von den Klischees um Evita Peron. Aber dieses Wissen wird nicht eingestreut oder ausgebreitet, es öffnet nur den Blick auf Details. […] In Petra Nagenkögels Beschreibungskunst rasten nie die nächstliegenden und erwartbaren Adjektive ein, und unerwartet sind nicht nur die Gedanken, die die Bilder auslösen, sondern auch die Sprache, die sie dafür findet.
[…] Man muss nicht an Buenos Aires interessiert sein, um Petra Nagenkögels Prosaband 'Dort' zu mögen, ja von ihm geradezu begeistert zu sein.
 
(Cornelius Hell über "Dort", Ö1 Exlibris)
 
Weitere Pressestimmen siehe unter: https://jungundjung.at/dort/